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Anmeldung zum Seminar Hilfe zur Pflege nach dem SGB XII außerhalb von Einrichtungen (075218)

Aufgabe der Sozialhilfe ist es, den Leistungsberechtigten die Führung eines Lebens zu ermöglichen, das der Würde des Menschen entspricht (§ 1 SGB XII). Dazu gehört auch, dass pflegebedürftige Personen so lange wie möglich zu Hause in ihrem gewohnten Umfeld versorgt werden sollen. Nach § 13 SGB XII haben Leistungen im ambulanten Bereich Vorrang vor teilstationären und stationären Leistungen.

Hilfe zur Pflege nach dem 7. Kapitel SGB XII kann für Personen geleistet werden, die nicht pflegeversichert oder bei denen die Leistungen der Pflegeversicherung nicht ausreichend sind. Im Gegensatz zu den Leistungen der Pflegeversicherung, die der Höhe nach begrenzt sind, wird die Hilfe zur Pflege nach dem SGB XII bedarfsdeckend erbracht. Einkommen und Vermögen sind ggf. zur Bedarfsdeckung einzusetzen.

Durch die Pflegestärkungsgesetze 2 und 3 sind zum 01.01.2017 umfangreiche Änderungen sowohl im SGB XI als auch im 7. Kapitel SGB XII in Kraft getreten. Insbesondere wurde das Begutachtungssystem zur Feststellung des pflegerischen Bedarfs vollständig erneuert. Dadurch werden vor allem Demenzerkrankungen stärker berücksichtigt als bisher. Erste Erfahrungen zeigen jedoch, dass das neue Begutachtungssystem nicht für alle pflegebedürftigen Personen zu den gewünschten Ergebnissen führt.

Im Rahmen des Seminars wird dargestellt, welche Personen Anspruch auf Hilfe zur Pflege nach dem 7. Kapitel SGB XII haben und welche Leistungen für sie in Frage kommen. Daneben wird erläutert, welche Leistungen nach dem SGB XII in Frage kommen, wenn Personen nicht als pflegebedürftig gelten, aber in bestimmten Bereichen Unterstützungsbedarf haben.

Auf das Begutachtungssystem wird nicht näher eingegangen.

Sachbearbeiter/innen im Bereich der ambulanten Hilfe zur Pflege sollen nach dem Seminar in der Lage sein zu entscheiden,

-ob und ggf. welche Leistungen nach dem 7. Kapitel SGB XII für bestimmte Personen in Frage kommen,

-welche Leistungen nach dem SGB XI vorrangig zu berücksichtigen sind und

-in welchem Umfang Einkommen und Vermögen ggf. zur Bedarfsdeckung einzusetzen sind.

Inhalt:

Anspruchsberechtigte Personen

oFeststellung der Pflegebedürftigkeit/Pflegegrade

oÜbergangsregelungen Pflegestufen - Pflegegrade

Leistungen der Hilfe zur Pflege nach dem SGB XII

oPflegegeld (§ 64a)

ohäusliche Pflegehilfe (§ 64b)

oVerhinderungspflege (§ 64c)

oPflegehilfsmitteln (§ 64d)

oMaßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes (§ 64e)

oanderen Leistungen (§ 64f)

oEntlastungsbetrag (§ 64 i)

oLeistungen bei Pflegegrad 1

Leistungskonkurrenz nach § 63 b SGB XII, vorrangige Leistungen der Pflegeversicherung nach SGB XI

Leistungen an nicht pflegebedürftige Personen

Berücksichtigung von Einkommen und Vermögen

Einzelfragen der Teilnehmer

Dozent(en): Anja Montforts

26.6.2018, 9:00-16:00

Entgelt: 125,00 €


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